Österreichisches Wörterbuch: de-at : Vater - Vattern

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de-at : Vater - Vattern


Österreichisch :

Vattern , der

Deutsch :

Vater

 
Eingereicht von :albertusmagnus ( Region : Graz(Stadt))
Eingereicht am :2010-06-19 14:58:30
Verwendung :ugs
 
Kategorien : noch keine Kategorie





Kommentare
Ist [ von albertusmagnus am 2010-06-19 15:00:33 ]
-soweit mir bekannt- hauptsächlich in Oberösterreich gebräuchlich
wirklich auch im Nominativ? [ von Koschutnig am 2010-06-22 16:06:28 ]
des/dem/den Vattern
war im Frühneuhochdeutschen sehr verbreitet.
Abraham a Santa Clara verwendet "Vattern" sehr oft, allerdings neben den Formen ohne -n -und NIE im Nominativ Sing.
s. z.B. Seiten 49, 114, 120, 121 von "Judas Der Ertz-Schelm, 1686–1695"; zu finden auf http://tinyurl.com/33nm9ae

Noch früher z. B. Johannes Mathesius (1504-65) in seiner "Historia unsers lieben Herrn und Heylands Jesu Christ" (1568), z.B. in der XXX. Predigt:
"wie ein Schulmeister oder Vatter mit seinen Kindern...", "da in aber der Vatter wolte offenbaren lassen/wie nun der Son Gottes vom Vattern aufgehet...", "sitzet zur rechten des Vattern" etc.
http://tinyurl.com/35tdqw8

Und Martin Luther:"meines vattern"; "nach des vatters tode"; "wie es der vatter forthin gehabt hatte" http://tinyurl.com/39xnsun

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Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

Das vom österreichischen Unterrichtsministerium mitinitiierte und für Schulen und Ämter des Landes verbindliche österreichische Wörterbuch dokumentiert das Vokabular der deutschen Sprache in Österreich seit 1951.

Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

Außerdem umfasst ein wichtiger Teil des speziell österreichischen Wortschatzes den kulinarischen Bereich; einige dieser Ausdrücke sind durch Verträge mit der Europäischen Gemeinschaft geschützt, damit EU-Recht Österreich nicht zwingt, hier fremde deutschsprachige Begriffe anzuwenden.

Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.